Ehrenamt als Fundament der Gesellschaft
Caritas Donau-Ries und Caritas-Sozialstation Donauwörth würdigen langjähriges Engagement
Donauwörth. Rund 90 ehrenamtlich engagierte Menschen folgten der Einladung der Caritas Donau-Ries und der Caritas-Sozialstation Donauwörth zum diesjährigen Ehrenamtsempfang. Insgesamt waren alle 170 Ehrenamtlichen beider Vereine eingeladen. Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Gesellschaft und den Service-Clubs stand der Abend ganz im Zeichen der Anerkennung für die Menschen, die sich tagtäglich für andere einsetzen.
Unter den Gästen befanden sich die stellvertretende Landrätin Gabriele Fograscher, Donauwörths Oberbürgermeister Jürgen Sorré, der stellvertretende Nördlinger Bürgermeister Thomas Mittring sowie Vertreter verschiedener Service-Clubs.
Die Vorsitzende der Caritas Donau-Ries, Doris Ritter, begrüßte die Anwesenden und stellte die zentrale Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für die Caritas heraus. Die Arbeit der Caritas lebe von Menschen, die Hoffnung und Unterstützung schenken, ein offenes Ohr haben und anderen mit großem Herzen begegnen. Dabei betonte sie auch, dass der persönliche Einsatz und die menschliche Nähe der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von keiner Künstlichen Intelligenz ersetzt werden könnten.
Besonders würdigte sie die langjährige Treue vieler Ehrenamtlicher. Allein an diesem Abend wurden Menschen für insgesamt 139 Jahre ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet. Die Geehrten engagieren sich in unterschiedlichsten Bereichen, darunter die Tafeln, die Möbelfundgrube, das Seniorencafé, der Tapfheimer Bürgerservice und die Kleiderläden der Caritas. Doris Ritter dankte allen Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz und wünschte ihnen weiterhin Kraft, Zuversicht und Gottvertrauen für ihre wichtige Arbeit.
In ihrem Grußwort erinnerte die stellvertretende Landrätin Gabriele Fograscher an das zehnjährige Bestehen des Ehrenamtsempfangs. Sie unterstrich die herausragende Bedeutung des Ehrenamts für das gesellschaftliche Miteinander. Viele Angebote wären ohne freiwilliges Engagement nicht möglich oder nicht finanzierbar. Zugleich werde der Bedarf an ehrenamtlicher Unterstützung in Zukunft weiter steigen. Die Caritas bezeichnete sie als wichtige Lobby für benachteiligte Menschen.
Auch Oberbürgermeister Jürgen Sorré würdigte die Arbeit der Freiwilligen. Das Ehrenamt sei eine Kraft, die die Gesellschaft zusammenhalte, und zugleich ein unverzichtbarer Dienst am Menschen. Die Leistungen der Ehrenamtlichen seien von unschätzbarem Wert und ließen sich nicht in Geld bemessen.
Als Festredner berichtete der ehemalige Tapfheimer Bürgermeister Karl Malz über die Entstehung des Tapfheimer Bürgerservices, der im kommenden Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiern kann. In seinem lebendigen Vortrag schilderte er die Anfänge des Projekts, die zahlreichen bürokratischen Hürden und die Herausforderungen, die mit dem Aufbau eines solchen Angebots verbunden waren. Gleichzeitig zeigte er eindrucksvoll auf, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und nachbarschaftliche Hilfe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Aktuell engagieren sich zwölf Fahrerinnen und Fahrer im Tapfheimer Bürgerservice.
Bei den Eherungen, die gestaffelt nach Betriebszugehörigkeit durchgeführt wurden, erhielt Marian Graf von der Donauwörther Tafel die Ehrennadel der Caritas in Gold für mehr als 15 Jahre ehrenamtlicher Tätigkeit im Verband. Zum Abschluss bedankten sich die Verantwortlichen der Caritas Donau-Ries und der Caritas-Sozialstation Donauwörth bei allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ihr täglicher, unentgeltlicher Einsatz bilde das Fundament einer solidarischen Gesellschaft und sei für viele Menschen eine unverzichtbare Hilfe im Alltag.